Malte Rühmann spielte für Hellmonds-Stiftung

Wismar (T.V.)
Der begabte Organist Malte Rühmann aus Itzehoe gab am Sonnabend in der St. Nikolai ein Benefizkonzert für die Hellmonds-Stiftung zugunsten von Wachkoma-Patienten. Damit spielte er zum ersten Mal vor Wismarer Publikum. Als er Gerhard A. Hellmonds einmal persönlich kennen lernte und von seinem Anliegen erfuhr, entschloss sich der junge Freiberufler, der eigentlich von Auftrittshonorar lebt, spontan ohne Honorar zu spielen, um mitzuhelfen, das Anliegen der Stiftung zu unterstützen.

Die will, wie der Stifter erklärte, dazu beitragen, dass im Wachkoma liegende Patienten in einer würdigen Umgebung gepflegt und behandelt werden können, um ihnen die Rückkehr in ein wieder mit Bewusstsein erfülltes Leben zu ermöglichen. Denn wer im Wachkoma liege, sei noch am Leben und nehme, wenn er sich auch in keiner Weise mehr bemerkbar machen könne, seine Umgebung wahr. "Er hört und fühlt uns. Und er spürt, ob er nur noch einer seelenlosen Pflege unterworfen ist oder wir ihn noch lieben.

Wenn er diese Liebe aber spürt, dann kann nur sie noch ihm Kraft geben, aus dem Koma zu erwachen und ins volle Leben zurück zu kommen. Zwei Drittel der Betroffenen hätten die Chance dazu. Wir müssen nur bereit sein, sie ihnen auch zu geben", erläuterte Gerhard A. Hellmonds. Ihm war die Rückkehr eines lieben Menschen nicht vergönnt. Er ist aber mehreren Patienten begegnet, die ihm erzählt haben, das es die Liebe Anderer war, die sie gerettet hat und sie wieder bei vollem Bewusstsein weiterleben. "Wenn sie nicht spenden können, erzählen Sie anderen Menschen davon und werden sie so zum Botschafter der Idee unserer Stiftung", bat Hellmonds das Publikum. Malte Rühmann tat auf der Empore mit hingebungsvoller Orgelmusik vom Feinsten das Seine, um seinen Zuhörern dafür die Herzen zu öffnen.

 

Malte Rühmann in Wismar St. Nikolai Kirche

Malte Rühmann (l.) und Gerhard A. Hellmonds (r.) in Schwerin St.Nikolai/ Schelfkirche

 

"Auch Koma-Patienten bleiben unsere Mitbürger"

Benefizkonzert für die Hellmonds-Stiftung

Schwerin/ Schelfstadt (du)
Ein Benefizkonzert zugunsten der "Helma und Gerhard A. Hellmonds Stiftung für Menschen im Wachkoma und deren Angehörige" hat am Wochenende in der Schelfkirche stattgefunden. Malte Rühmann aus Itzehoe gab ein Konzert an der Friese- Orgel des Gotteshauses. Rühmann hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, unter anderem mit Werken von Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude, dazu eigene Kompositionen. Mit dem Popklassiker "Moonlight-Shadow" von Mike Oldfield endete das Konzert.

Der Vorsitzende der Stiftung, Gerhard A. Hellmonds, erläuterte Sinn und Zweck seiner Stiftung: "Der Wachkoma-Patient ist unser Mitbürger." Die Angehörigen von Wachkoma-Patienten bedürften in ihrer schwierigen Situation der Unterstützung. Wachkoma tritt nach einer schweren Hirnschädigung auf. Davon sind auch häufig junge Menschen betroffen. Leben im Wachkoma erfordert große Fürsorge und verlangt den Angehörigen der Betroffenen enorme Anstrengungen ab.