Ricardo im Februar 2004 mit seiner Mutter

Ricardo lag seit 8 Jahren im Wachkoma. Seine Aufnahmefähigkeit hatte sehr stark zugenommen. Durch G.A. Hellmonds wurde der erste Reiz gesetzt, dass er Töne von sich gab.
Später waren es bereits vokale Laute mit denen er sich mitteilen wollte. Alle glaubten, er werde eines Tages wieder sprechen oder sich durch Sprache verständigen können.
Eine Speziallogopädie half aber offensichtlich nicht so wie geplant weiter.

Seine Mutter war verzweifelt. Ohne Angehörige, als allein stehende Frau drehte sich Ihr Leben nur um ihren Sohn. Sie musste wohl sehr verzweifelt gewesen sein.

Am 15. Dezember 2004 stand die folgende Meldung in der Berliner Zeitung und in Berlin online:

Familiendrama: behinderter Sohn getötet

In Rudow ist es vermutlich zu einem Familiendrama gekommen. Nach Polizeiangaben wurde am Dienstag, ein 29 jähriger Mann tot aus einem Haus im Hiltrud Dudek Weg geborgen. Seine 52 Jahre alte Mutter brachten Sanitäter verletzt ins Krankenhaus. Eine Mordkommission ermittelt. Nach unbestätigten Informationen soll die Frau Ihren schwer behinderten Sohn umgebracht und dann einen Selbsttötungsversuch unternommen haben.(BLZ)