3. Projektbeschreibung

Aufgrund des in der Einleitung Gesagten hat der betroffene Angehörige, der Ehemann Gerhard A. Hellmonds, nach dem Tod seiner Ehefrau die negativen Erlebnisse versucht in positive Energie umzuwandeln. Aus seinem Privatvermögen hat er 150.000 Euro als Gründungskapital für eine Stiftung genommen und hat die Helma & Gerhard A. Hellmonds-Stiftung für Wachkomapatienten und deren Angehörigen gegründet.

Sie können sich die Präambel und das Stiftungsgeschäft, eine Kopie der Genehmigungsurkunde des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern vom 26.04.02 sowie die vorläufige Anerkennung als gemeinnützige, mildtätige Stiftung des Finanzamtes gegen eine Spenden- Gebühr von 30,- EURO zuschicken lassen.

Inzwischen verhandelt der Stiftungsgründer mit einer Sanierungsgesellschaft der Hansestadt Wismar und erhielt auch bereits die Zusage für ein Gebäude, welches in der Wismarer Altstadt liegt und unter Denkmalschutz steht.

Ein Sanierungsgutachten wurde erstellt. Das Gebäude soll mit einem Betrag von rund 1,6 Millionen Euro saniert und zu einer Pflegestation für Komapatienten umgebaut werden, bei der die Pflege mit einem Pflegeschlüssel 1:1 stattfinden kann, damit jeder Komapatient, der dort gepflegt wird, eine Bezugsperson als Pfleger erhält und damit gewährleistet ist, dass die Pflege liebevoll, mildtätig und human durchgeführt wird.

Darüber hinaus soll, auch bei Patienten, bei denen der medizinische Dienst der Krankenkassen eine Therapierbarkeit negiert, Therapie durchgeführt werden. Es sollen alle denkbaren Therapiemethoden eingesetzt werden, so dass der Patient effektiv die größte Chance hat, aufzuwachen. Sämtliche Methoden, ob Tiertherapie, TCM, Musik- und Geruchstherapie u. v .a., sollen zur Gesundung oder zur Verbesserung der Lebensqualität der Komapatienten beitragen.

Dabei geht es darum, dass die Gesetze des Landes und der Bundesrepublik Deutschland so geartet sind, dass von einer solchen Einrichtung, wenn sie auch verbal vom Senator für Soziales der Hansestadt Wismar und der Ministerin für Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstützt wird, doch auch gesetzliche Hemmnisse zu beseitigen sind.

Es müssen Wege gefunden werden, Kostenträger zu finden, da die Stiftung, wenn das Stiftungsgebäude fertig ist und 15 Patienten beherbergen kann, einen monatlichen Kostenaufwand von ca. 250.000 Euro hat. Ohne Kostenträgerschaft, u. a. durch Kranken- und Pflegekassen sowie anderer öffentlicher Stellen, wie Kommune, Land und Bund, wird sich dieses Projekt nur aus Privatmitteln nicht finanzieren lassen.

Die Finanzierung des Stiftungsgebäudes wird erreicht werden, u. a. durch Städtebaufördermittel und Denkmalschutzzuwendungen. Aber ein erheblicher Anteil Eigenmittel ist erforderlich.

Das Sponsoring auf Bundesebene sollte durch Spendenanträge an die dafür relevanten     Unternehmen und Organisationen gezielt betrieben werden.

Es wurde ein wissenschaftlicher Beirat für die Helma & Gerhard A. Hellmonds-Stiftung gegründet. Mitglieder sind folgende Komaspezialisten:

Prof. Dr. med. Hannich von der UNI-Klinik Greifswald

Ltd. OA Priv.-Doz. Dr. med. Zieger aus Oldenburg

CA Prof. Dr. med. Treig von der UNI-Klinik Greifswald

PD Prof. Dr. med. Liepert von der UNI-Klinik Hamburg-Eppendorf

Prof. Dipl.-Päd. Christel Bienstein von der UNI Witten-Herdecke

Schwester Anke Magdeburg von der UNI-Klinik Rostock

Beabsichtigt ist in Verbindung mit dem wissenschaftlichen Beirat, der anfangs ehrenamtlich mitarbeiten und später auch wissenschaftliche Forschung betreiben soll, ein Referenzzentrum für Komapatienten in Mecklenburg-Vorpommern zu errichten.

Ein ähnliches Referenzzentrum gibt es bereits in der Stadt Unna in Westfalen.

Beabsichtigt ist, zwischen diesen Referenzzentren Verbindung herzustellen und in der Folge ein Netzwerk für Komapatienten in ganz Deutschland aufzubauen (vielleicht später für ganz Europa).

Keine Statistik befasst sich mit Komapatienten.

Der Grund hierfür liegt offensichtlich darin, dass Komapatienten weder als Verbraucher, noch als Wähler oder Konsumenten allgemeiner Art dienlich sind. Sie kosten nur Geld, viel Geld. Von diesen Kosten möchten die Kostenträger herunter kommen und haben dadurch, dass sie die Komapatienten der Pflegekasse zuordnen lassen, die Kosten gedeckelt und treiben die Angehörigen in Armut und soziale Not.

Die Stiftung will eine exakte Statistik über Komapatienten aufbauen, die nachweisen wird, dass jährlich mehr Menschen in einen komatösen Zustand verfallen durch die unterschiedlichsten Ursachen, von Zeckenbiss über Schlaganfall, Verkehrsunfall oder ärztliche Kunstfehler.

Die Stiftung wird in der Statistik auch nachweisen, dass beispielsweise in Frankreich die Zunahme der Komapatienten wesentlich stärker ist als in anderen Staaten, aber auch in Deutschland ein sehr hohes Niveau erreicht hat.